Bericht vom Retreat „Nicht müde werden“
im September 2025 in der “Quelle des Mitgefühls“ in Berlin

Annabelle Zinser und Klaus Hecker; Dharma Voices for Animals – Buddhas Stimme für die Tiere

Das Retreat fand in Berlin im buddhistischen Praxiszentrum „Quelle des Mitgefühls“ statt, einer ruhig gelegenen wunderschönen alten Stadtvilla.
Eingeladen hatten wir Menschen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat für Tiere einsetzen und dabei auch auf sich selbst achten möchten. Wir alle wissen, dass das Engagement für Tiere sehr wertvoll ist, aber oft auch herausfordernd und erschöpfend sein kann. Ganz der Tradition des buddhistischen Zen Meisters Thich Nhat Hanh folgend hat das Retreat den Teilnehmenden die Gelegenheit geboten, sich in einer achtsamen und mitfühlenden Atmosphäre zu begegnen und kennen zu lernen.
Die 15 Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Tierrechtsorganisationen wie z.B. Ärzte gegen Tierversuche, Tiere im Fokus, Dharma Voices for Animals – Buddhas Stimme für die Tiere, Hamburger Stadttaubenkollektiv u.a.m. Aber auch selbstorganisierte Tierfreundinnen waren dabei.
Gemeinsam haben wir geübt, im „Hier und jetzt“ anzukommen – in stillen und geführten Sitzmeditationen, bei achtsamen Körperübungen und Tiefenentspannungen, achtsamem Austausch u. a. m. So haben wir Teilnehmenden die Gelegenheiten genutzt, uns in einer friedvollen und mitfühlenden Atmosphäre zu regenerieren, zu stärken und miteinander in Verbindung zu kommen.

Annabelle Zinser, die Leiterin des Praxiszentrums, hat in einem sehr berührenden Vortrag von ihren persönlichen Aktivitäten und Erfahrungen als Tierrechtsaktivistin erzählt und darüber, dass ihr die Achtsamkeitspraxis oftmals eine große Hilfe war, in schwierigen Situationen zu bestehen.
Zum Abschluss hat sie uns in einer Übung dazu eingeladen, zu reflektieren, welche Menschen uns im Leben begegnet sind, die uns durch ihre Tierliebe besonders inspiriert haben und auch darüber zu reflektieren, welche Erlebnisse Auslöser für unser Engagement für die Tiere waren, wie z.B. Begegnungen mit Tieren, Bücher u.a.m.
In einem weiteren Vortrag habe ich, Klaus, vom Lebenshof “Lasst die Tiere leben e.V.“, bei Müncheberg (östlich von Berlin) erzählt. Der Lebenshof lädt seinen Freundeskreis, nämlich die Tierpat*Innen, so oft wie möglich zu Besuchertagen ein und wir fahren dann zusammen mit Tierfreund*innen aus unserer Gemeinschaft hinaus um die Tiere zu erleben und auch um das tolle Helfer*Innen-Team zu treffen. Durch diese persönlichen Begegnungen und aus den vielen Videos bei Instagram und Facebook kann man dem quirligen Leben der mehr als 500 wunderbar behüteten Tiere und dem unglaublich engagierten Team der jungen Menschen folgen, die sich so liebevoll und unermüdlich um ihre vor dem Schlachthof geretteten Schützlinge kümmern.

Im Retreat gab es auch Gelegenheiten zum Austausch in der Gruppe und auch zu „Pausengesprächen“, in denen die Teilnehmenden sich näher kennen lernen konnten. Das hat uns allen sehr viel Freude gemacht, denn manche von uns kannten sich zwar aus Online-Meetings, hatten aber bisher keine Gelegenheit, sich persönlich zu begegnen.

Ursprünglich war für den Montag im Anschluss an das Retreat ein Besuch auf dem Lebenshof geplant. Der musste aber leider ausfallen, weil in Berlin und Brandenburg die Vogelgrippe herrschte und menschliche Besucher für die auf dem Lebenshof lebenden Hühner, Gänse und Enten als potentielle Überträger des Virus eine Gefährdung darstellen. Der Hof befand sich in Quarantäne.
Wir hoffen sehr, dass wir beim nächsten Retreat im Herbst 2026 diesen Besuch nachholen können.
Aber: ein Besuch des Lebenshofes “Lasst die Tiere Leben e.V.“ ist jederzeit über die Homepage und über die Social Media möglich und sehr spannend! https://www.lasstdietiereleben.org/

Wir freuen uns auf ein frohes Wiedersehen in der Quelle im September 2026
https://www.quelle-des-mitgefuehls.de/